Bildung & Beruf

Stellenangebote Probezeit

Probezeit – Zeit der Bewährung für Arbeitgeber gleichermaßen wie für Arbeitnehmer

 

Wer die Probezeit erfolgreich absolviert hat, der kann sich seiner Arbeitsstelle sicher sein. Diese alte Weisheit trifft heute nicht mehr unbedingt zu. Den Arbeitssuchenden von heute erwarten viele Hürden auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Er kämpft sich durch den Dschungel der Stellenangebote, meistert unzählige Bewerbungsschreiben, nimmt mit Würde ebenso viele Absagen in Kauf bis es letztendlich doch zu einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch kommt. Aber mit dem Vertragsabschluß sind nicht alle Hindernisse für eine berufliche Karriere aus dem Weg geräumt. Die Probezeit soll die Leistungsfähigkeit des  neuen Arbeitnehmers unter Beweis stellen. Dabei variiert die Dauer der Probezeit von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. In dem einen Unternehmen werden 3 Monate vereinbart, in dem anderen bis zu 6 Monate.

Braucht es wirklich so lange, bis das Unternehmen von den Qualitäten des neuen Arbeitnehmers überzeugt ist. 6 Monate sind eine lange Zeit, in der der Arbeitnehmer in der Regel einer Urlaubssperre unterliegt und mit einer vertraglichen Kündigungsfrist von 14 tagen zu rechnen hat. Wochen und Monate, in denen das Bangen um den Erhalt der neuen Arbeitsstelle unterschwellig anhält. Man könnte unterstellen, dass diese Personalpolitik bewusst dazu dient, sich bei schlechter Auftragslage schnell von Arbeitnehmern, d.h. belastenden Personalkosten, zu trennen. Man kann lange Probezeiten aber durchaus auch positiv sehen. Besonders dann, wenn einem der Arbeitsmarkt offen steht. Man kann sich in aller Ruhe das neue Unternehmen und den neuen Arbeitsplatz anschauen und parallel nach neuen Angeboten Ausschau halten. Kommt ein attraktiveres Angebot, das der Karriere förderlicher ist oder näher am Heimatort liegt, kann man kurzfristig die Stelle wechseln. Viele Pendler, die auch Bundesländer übergreifend zum Beispiel von NRW nach Belgien pendeln, nutzen die Probezeit um sich in aller Ruhe für einen neuen Lebensstandort zu entscheiden.

 

Sandra Müller

vz(at)hub-eisenach.de

Artikel geschrieben von Nils Müller

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