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Was Dosieranlagen schon alles koennen

Welche Möglichkeiten bieten eigentlich die vielen Dosieranlagen genau?

 

Würde es von heute auf morgen plötzlich keine Dosiertechnik mehr geben, bekämen viele Industriezweige ziemlich große Probleme. In fast alle automatisierten Fertigungsabschnitte der industriellen Produktion ist mindestens eine Dosieranlage integriert, sodass kaum ein Betrieb noch ohne diese kleinen oder großen Helfer auskommen kann. Da die Dosieranlagen nach einem Baukastensystem zusammengestellt werden, können nahezu alle Kundenwünsche erfüllt werden, gleichgültig ob es dabei um die Phosphatfällung im Abwasser, das Mischen großer Betonmengen oder die Zusammenstellung der Farbpigmente im PC-Drucker geht. Aber nicht nur das. Dosiertechnik kann auch zum genauen Abfüllen einer bestimmten Menge in eine kleinere Verpackung zum Einsatz kommen.

Dosieranlagen portionieren Mengen im Milligrammbereich genauso präzise wie die Tonnengrößenordnungen, die in der Baustoffindustrie benötigt werden. Je nach zu verarbeitendem Werkstoff und abzufüllender Menge kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Während bei großen Mengen mit Wiegebehältern gearbeitet wird, die sich vollautomatisch staubfrei entleeren, kommen bei Minimalmengen Kolbendosiersysteme zum Einsatz.

Dosieranlagen mit Membranpumpen finden sich eher in der Pharmaindustrie, wo kleine Mengen an Flüssigkeiten zusammengemischt und anschließend in Verkaufsverpackungen abgefüllt werden müssen. Auch im Möbelbau findet man Dosiertechnik mit Membran- oder Kolbenpumpen, mit der zum Beispiel bei der vollautomatisierten Montage die gewünschte Menge Holzkaltleim gemischt und während des Fertigungsprozesses an den vorgegebenen Stellen platziert werden kann. Dazu werden über elektronische Schaltkreise der genaue Zeitpunkt und die konkrete Menge der jeweiligen Portion angegeben und die Dosieranlage sorgt zum Beispiel mit Keramikspritzköpfen für eine 100%ige Umsetzung der Vorgaben.

Auch gasförmige Stoffe können mit moderner Dosiertechnik genau nach Vorgaben gemischt werden. Der wohl bekannteste Einsatz erfolgt hier bei den Beatmungsgeräten in der intensivmedizinischen Versorgung.

 

Sandra Müller

vz(at)hub-eisenach.de

 

Artikel geschrieben von Nils Müller

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